Liebe Freunde und Begleiter
Am 22. März 2026 sind wir in Las Palmas gestartet, 6 Wochen und 928 NM später, am 01. Mai 2026 haben wir im Hafen Mazagón (Huelva) an der Costa de la Luz/Spanien angelegt.
Die Fahrt entlang der Küste wählten wir immer bewusst während dem Tag, da die Strecke innerhalb der 20 Meter Tiefen Linie gespickt ist mit vielen Fischer Fähnchen, welche wir quasi im Slalomkurs umfahren mussten🧐.
Viele von Euch fragen sich nun bestimmt, warum wir die 20 Meter Tiefen Linie gewählt haben. 🤔 Der Grund ist, eventuellen Orca Begegnungen aus dem Weg zu gehen. Ein Spielball von ihnen zu sein (sie beißen gerne an den Rudern der Boote, was in den letzten Jahren vielfach zum Untergang der betroffenen Boote geführt hat😱), wollten wir so gut wie möglich vermeiden. 🐋 Das ist uns bisher auch gelungen! 🥳
Seit Mai 2024 sind wir - mit diversen Heimaturlaub-Unterbrüchen - auf der Segel Reise. Seit dem liegen rund 10.500 NM (~19.500 km) in unserem Kielwasser. In der Zeit haben wir insgesamt 11 verschiedene Gastland Flaggen gehisst.
Angefangen von den Niederlanden über Frankreich, Spanien, Portugal, Martinique, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Grenada, Dominika, Antigua bis zu Sint Maarten.
Die Strecke über den Atlantik wurde Ralf jeweils von Freunden begleitet. Hin mit Peter und
zurück mit Andreas. Auf dem Hinweg war auch Berry mit von der Partie. So lange Törns über mehrere Tage und Wochen sind nicht das, was mir besonders behagt.
Das ist auch der Grund, warum wir uns entschlossen haben, in dieser Küstenregion zu bleiben oder alternativ unsere Sola zu verkaufen. Bevor wir jedoch darüber eine finale Entscheidung treffen, fahren wir Ende Juni nochmals zurück nach Portimão/Portugal. Dort geht das Boot dann zur Überholung aus dem Wasser und bleibt da bis Ende September.
Für Euer bisheriges Interesse an unserer tollen Reise sowie die vielen netten Zuschriften bedanken wir uns ganz herzlich und verbleiben mit einem freundlichen Ahoi.
Die Crew der Sola Gracia ⛵️
Liebe Freunde und Begleiter
Die Fahrt Richtung Spanien haben wir am Mittwoch angetreten. Erst bis Faro, wo wir eine Nacht vor Anker lagen. Tags drauf bis Ayamonte, die erste spanische Kleinstadt am portugiesisch - spanischen Grenzfluß „Guadiana“. Hier verbringen wir nun einige Tage. Obwohl die Algarve nur ein paar Meilen westlich liegt, so ist die Landschaft der Costa de la Luz doch recht unterschiedlich zur Algarve. Anstelle der markanten steilen Klippen gibt es hier endlose Dünenstrände, an denen sich die Touristen im Sommer bräunen 🏖️.
Übrigens sind wir nun nach gut 1 3/4 Jahren in der MESZ angekommen. Es ist also wie daheim abends wieder länger hell.🌞
Es bleibt noch ein 30 NM langer Törn bis zum Hafen Mazagón (Huelva), welchen wir als Liegeplatz für die Sola bis Ende Juni gebucht haben. Los geht’s hierzu in den kommenden Tagen. Dann geht es für ein paar Wochen mit dem Flieger nach Hause, wir freuen uns schon sehr darauf 😊.
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵️
Liebe Freunde und Begleiter
Das Ankermanöver mitten in der Nacht in der Bucht von Portimão funktionierte hervorragend. ⚓️
Die folgenden Tage verbrachte ich mit „Wunden lecken“ - so oft wie ich mir während der Fahrt unten im Boot die Rippen gestoßen hatte, musste erstmal einiges an Creme zum Heilen aufgetragen werden. 🥺
Kurzfristig entschieden wir uns, 3 Nächte im Nahe gelegenen Hafen anzulegen. Unsere frischen Lebensmittel waren mittlerweile fast aufgebraucht. Berry freute sich auch, endlich wieder lange Spaziergänge unternehmen zu können.
Immer wenn wir uns an Ankerplätzen aufhalten, werden die „Hunderunden“ mit einer Dinghi Fahrt zum Land erledigt. Es ist Hundefreude pur für Berry, wenn er - sobald wir an Land sind - wieder an allen Ecken „Visitenkarten“ lesen, sowie seine eigenen hinterlassen kann. 🐶 Während der ⛵️Fahrt über mehrere Tage, nutzt Berry die Kunstrasen Matte im Bug um sich zu erleichtern.
In der Werft von Portimão buchten wir einen Landliegeplatz für die Sola. So steht nach über 5.500 NM wieder das Streichen eines neuen Antifoulings sowie einige kleine Reparaturarbeiten an. Die Warteliste in der Werft ist lang…. Vor uns stehen 70 Boote drauf. Also einigten wir uns auf den 26. Juni 2026🤢. In der Zwischenzeit werden wir Urlaub in Deutschland machen, es erwarten uns dort einige Familienfeiern🥳 Für die Zeit vor dem 26. Juni suchen wir nun einen Liegeplatz in einem Hafen.
Die Hafengebühren hier in der Algarve steigen ab Juni exorbitant an, deshalb sind wir auf der Suche nach einem Platz in Spanien, nahe der Grenze zu Portugal. Um dorthin zu gelangen benötigen wir nun ein günstiges Wetterfenster, wo der Wind von Westen herkommt.
Am Ankerplatz in der Bucht von Portimão verbringen wir bis dahin unsere Tage. Das schöne Wetter kommt uns hierbei sehr gelegen. Die Temperaturen liegen mittlerweile um die 24 Grad. Es fühlt sich nun so an, wie der Sommer in Deutschland.🌞 Der Tourismus befindet sich noch in der Nebensaison, so dass wir idyllische Orte wie das Fischerdörfchen Ferragudo noch völlig entspannt genießen werden können.
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵
Liebe Freunde und Begleiter
Auf der „to do Liste“ stand Wäschewaschen, sowie „klar Schiff machen“, ganz oben.
Im Waschraum der Marina von Porto Santo befinden sich 3 Waschmaschinen, allerdings war davon nur eine funktionstüchtig. 🥳 Vor mir hatten gerade Bekannte vom Ankerplatz die Waschmaschine beladen und gestartet. Nach den 45 Minuten kam ich dran mit meinen zwei Waschvorgängen.
Zwischendurch gab es genügend Zeit im nahe gelegenen Marina Restaurant einen leckeren Espresso zu trinken! Ein super Plus des Waschraums im Hafen: Der Betrieb der Waschmaschine ist gratis, daneben in der Halle kann dann die Wäsche zum Trocknen aufgehängt werden. Was will die Bordfrau mehr?😉 Wer möchte, kann da sogar noch bügeln😂😂. Während der ganzen Zeit, die wir nun unterwegs sind, hab ich persönlich noch NIE ein Bügeleisen vermisst 🫢.
Derweil hatte Ralf die Sola optisch wieder auf Vordermann gebracht!🧽
In Gedanken hab ich mich sehr darauf gefreut, die wunderschöne Insel Porto Santo ausgiebig erkunden zu können. Was kam? Am Donnerstag sagte mir Ralf so nebenbei, wir sollten besser bald Richtung Norden aufbrechen, die Wettermodelle würden ein Tief mit bis 45 Knoten Wind (Orkan) für Porto Santo voraussagen.🥹 Sein Vorschlag war spätestens am Montag zu fahren😢. Nach nochmaliger Übersicht der verschiedenen Wettermodelle einigten wir uns darauf, bereits am Samstag die geplanten Reise (über 480 NM 🤢) in Richtung Algarve anzutreten. Ralf machte das Boot startklar, ich besorgte im nah gelegenen Supermarkt noch kiloweise frisches Obst, um während der Fahrt genügend Vitamine zum snacken parat zu haben🍌🍎🍊.
Ralf ließ die Sola mit der Windsteuerung fahren, das war super. So fuhren wir zwar erstmal statt in nordöstliche Richtung nur gen Osten. Was dafür sorgte, dass wir quasi auf der Welle fuhren, ohne wildes Geschaukel. Irgendwann drehte der Wind und so auch unser Kurs in Richtung Nord. Wir kamen bei bis 30 Knoten Wind und 5 Meter hohen Wellen gut voran und ich fühlte mich, mit einer kurzen Unterbrechung 🤮, wohl. Zwischendurch, wenn es regnete, verbrachten wir die Zeit unten im Salon, (mit eingeschalteter Heizung!🥶). Um die Situation in der Umgebung dennoch im Blick zu halten, ging jeweils der Wachhabende alle 30 Minuten nach oben. (Gratis duschen inklusive 😉).
Als wir dann nach rund 530 NM und 4 Tagen und 10 Stunden Fahrt die Küste der Algarve von Weitem entdeckten, war unsere Freude groß. Zum Schluss der Fahrt (nachts um 23 Uhr) haben wir etwas sehr außergewöhnliches erlebt. 🤩Im Bug der Sola flogen im Windschatten der Segel zwei Möven mit, die dabei von unten vom Licht der grünen Steuerbord-Positionslampe angestrahlt wurden. Somit hatten wir „grüne Möven“ als Willkommensgruß vom europäischen Festland. Diesen Anblick werde ich lange in Erinnerung behalten 😍.
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵️
Liebe Freunde und Begleiter
Ja, die ersten Tage auf Porto Santo waren spannend. Beim ersten Ausflug mit dem Dinghi zum Hafen, bemerkte Ralf, dass der Dinghi Motor nur auf einem Zylinder lief. Der Dinghi-Schlauch verlor auch Luft…. Also mal wieder neue to-doe‘s für die Arbeitsliste😵💫.
Im Hafen begegneten wir der Crew der SY Bella, welche wir letztes Jahr in Lanzarote kennengelernt haben☺️. Am folgenden Tag fuhren sie von ihrem Hafenplatz raus in die Ankerbucht, den somit freigewordene Platz (es war der einzig freie!) nahmen wir gerne an, um die Arbeiten am Dinghi in Angriff zu nehmen. Erst verdächtigte Ralf das Luftventil. Nach dessen Austausch war das Problem nicht behoben. 🤨Also weitersuchen! Wie beim Fahrradschlauch mit Prilwasser….siehe da🤓, Ralf fand die undichte Stelle sofort. Erstmal als Provisorium dickes Tape drauf, da die Zeit zum Aushärten des Klebers satte 72 Std. beträgt. Solange wollten wir dann doch nicht den recht teuren Liegeplatz im Hafen nutzen. Und ohne Dinghi am Ankerplatz kommt man nun mal nicht trocknen Fußes an Land.
Der Motor war schnell repariert - nur einfach die Zündkerze reinigen, eine Stromverbindung erneuern und schon lief er wieder wie er muss! Somit sind wir nach 2 Nächten im Hafen zurück in die Ankerbucht gefahren. - Was auch gut war!
Der Wind wurde zunehmend sehr viel stärker und böiger. In den Spitzen bis 33 Knoten. 🌬️💨 Nachts war es sehr laut zum Schlafen, ansonsten kein Problem der Anker hielt gut!⚓️
Am folgenden Tag rief uns die Crew von der SY Bella an, und fragte, ob wir sie mit dem Dinghi zum Hafen fahren könnten. Ihr Dinghi wurde von einer Windböe umgeschlagen dabei fiel der Motor ins Wasser. Keinem Motor bekommt es gut, im Salzwasser zu baden, d.h. er musste sofort mit süßem Wasser gespült werden. Im nächsten Schritt wurde alles mit Druckluft „durchgepustet“. Daraufhin das Motor- und Getriebeöl gewechselt. Nun wurde der Motor eine Stunde gefahren und dann nochmals alle Öle zu gewechselt. Was für eine Arbeit 🤢. Die beiden Artikel kann man hier auf Porto Santo an der einzigen Tankstelle am Flughafen besorgen. Der Flughafen ist günstig gelegen, 10 Minuten Fahrradfahrt vom Hafen entfernt. So durfte die Frau des Skippers radeln und der Skipper sich mit dem triefend nassen Motor beschäftigen. Ich schätze, dass die Beiden den Nachmittag wohl anders verplant hatten. Abends um 20:30 Uhr, kurz vor Sonnenuntergang, rief uns die Crew der Bella an, dass der Motor wieder läuft🥳.
Am folgenden Tag beim Hafenspaziergang wurde uns berichtet, dass noch ein anderes Dinghi umgeweht wurde, inklusive Motorwäsche 🥺 im Salzwasser. Des Weiteren wurde der Steg, an welchem wir 2 Nächte lagen, vom Wind halb demoliert.😠. Somit bin ich bei dem Punkt, wo ich sage, dass es besser war in die Ankerbucht zum ⚓️ zu fahren🙏
Ob es dann noch so aufregend weiterging…wir berichten am nächsten Montag.
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵️
Liebe Freunde und Begleiter
Nun wie versprochen der Bericht von unserer geplanten Fahrt Las Palmas - Madeira. Wegen dem vorherrschenden Wind planten wir um - nach Porto Santo. 🏝️Die Insel liegt rund 40 NM nordöstlich von Madeira.
Sonntag Mittag legten wir ab. Nach der Hafenausfahrt erwarteten uns hohe Wellen, was wir schon vom August im letzten Jahr kannten. Um mit dem Wind in nördliche Richtung zu fahren, wurde die Route zu einer „Sightseeing“ Tour entlang der nordwestlichen Seiten von Fuerteventura / Lanzarote. Wir hätten auch Isla La Graciosa ansteuern können. 😂 Langsam gewöhnten wir uns an die etwas ruppige Fahrt, der Wind war mit 18 Knoten angenehm.
Die Nachtfahrten gestalteten wir so, dass Ralf in die Nacht reinfährt, ich um 0:00 Uhr für 3 Stunden (auch Hundswache genannt) übernehme. So geht es im Wechsel weiter bis 9:00 Uhr, danach ist Frühstück und der normale Tagesablauf angesagt. Die Mahlzeiten bereitet Ralf immer zu - bei Schräglage ist das wohl nicht allzu vergnügungssteuerpflichtig😉. Zum Glück ist die Pantry so gebaut, dass nicht viel Platz zum Rutschen vorhanden ist, auch gibt es genügend Haltegriffe.🥳
Der zweite Tag verlief gut, der Wind schob uns mit bis zu 23 Knoten Richtung Nord.
Der folgende Tag war weniger lustig. Um das Ziel Porto Santo zu erreichen, änderten wir den Kurs Richtung Nordwest. Der Windeinfall war zwar günstig, aber die Sola lag so „auf der Backe“, wie ich es gar nicht mag 🤢. Das geht mal für ein paar Stunden, in unserem Fall, waren es jedoch noch gute 12 Stunden bis zum Ziel! Wir haben uns beide sehr gefreut, als wir am Morgen des dritten Tages „eine Insel mit 2 Bergen“ in der Ferne entdeckt haben.🥳 Um 11:00 Uhr, nach 382 NM und 72 Stunden Fahrt, haben wir im Vorhafen von Porto Santo den Anker runter gelassen, der auch sofort hielt 💪.
Was wir auf der wunderschönen Insel Porto Santo🏝️ erlebten, werdet Ihr nächste Woche lesen können.
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵️
Liebe Freunde und Begleiter
Außerplanmäßig erscheint erst heute der wöchentliche Bericht, da wir uns nach nun mehr als zwei Monaten Aufenthalt/Arbeit in der Marina von Las Palmas für die Weiterfahrt am Sonntag entschieden hatten. Bei Ralf drohte wohl der Lagerkoller 😉.
Nach all den Wetterkapriolen der vergangenen Tage auf den Kanaren, die uns das Sturmtief (Therese) bescherte, war nun ein günstiges Zeitfenster prognostiziert worden, um endlich in Richtung Madeira aufzubrechen. 382 NM lagen so vor uns, wir rechneten mit einer rund drei tägigen Überfahrt. - Was wir da alles erlebt haben, das werde ich am nächsten Montag schreiben.
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵
Liebe Freunde und Begleiter
Ralf kommt mit den Arbeiten des Teak-Decks relativ gut voran. Die Fräs- und Schleifarbeiten sind überall gemacht, genauso wie das Auffüllen der Fugen mit dem Tekaflex und dem anschließenden Saubermachen. Nachdem die neuen Fugen durchgetrocknet sind, muss das ganze Deck grundgereinigt werden um hinterher alles mit Spezial Öl zu behandeln. Ihr merkt, es ist quasi ein „Lifting“ des Deck Bodens.
Zum Glück haben wir hier im Hafen nette Bar‘s, wo wir zum Feierabend des öfteren zum „Café con Leche“ oder „Cerveca“ einkehren.
Wie schon mal erwähnt, bieten sich hier in Las Palmas sehr gute Möglichkeiten zum shoppen. - Ralf hübscht die Sola oben an Deck auf, während dessen fand ich, die Teppiche unten im Salon könnten mal erneuert werden. Da wir die vor 4 Jahren in einem großen schwedischen Möbelhaus dessen Name mit „IK“ beginnt und mit „EA“ endet, gekauft haben, kam ich auf die glorreiche Idee, hier in der Stadt nach dem gleichen „Einrichtungshaus“ zu suchen. Überraschung! Gibt es hier!!! Bei meiner Recherche im Netz entdeckte ich, dass der „Guagua“🚌 von Las Palmas in einer 20 minütigen Fahrt direkt dahinfährt. Weiter konnte ich rausfinden, dass die Teppiche im gewählten Geschäft vorrätig sind.🥳
Ich staune immer wieder, was heutzutage alles im Internet ersichtlich ist. Zugleich frage ich mich, wie wir das Leben eigentlich vor dem Internetzeitalter organisiert haben😢. Mehr mit den Mitmenschen gesprochen??? 💬🗣️🤷🏻♀️
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵️
Liebe Freunde und Begleiter
Wie beim letzten Eintrag geschrieben, überzog uns hier auf den Kanaren ein sehr intensiver Tiefausläufer. Er brachte Böen über 45 Knoten Wind (Sturm) mit. Tagsüber war es nicht sehr gemütlich, nachts brachte er uns um den Schlaf. - Wir schwoiten zwischen unseren beiden Nachbarbooten hin und her, dabei drückte der Wind uns mit dem Heck extrem an den Steg.🥺 Also hieß es um 3 Uhr nachts raus aus den Federn😖! Wir holten ein paar der seitlich angebrachten Fender, welche in der Situation nicht gebraucht wurden nach achtern, um sie zusätzlich zu den schon vorhandenen schützend am Heck anzubringen. Zum Glück hatten wir dabei die Beleuchtung vom Vollmond 🌝.
Tatsächlich war an einem Tag der Woche ausnahmsweise kaum Wind, dafür viel Sonnenschein.😎 So entschied sich Ralf, Berry wieder mal ein Spa-Programm zu gönnen. 🐶💦 Die „Dusche“ erfolgte auf dem Steg, da die zuvor aufgebrachte Versiegelung des Teak-Decks noch nicht komplett durchgetrocknet war. Berry‘s Begeisterung hielt sich einigermaßen in Grenzen 😅.
Am Samstag stand auf Ralf‘s Plan, das Deck abermals abzuschleifen, da die für die Versiegelung vorgesehene Ruhezeit verstrichen war. Die vorherrschende Temperaturen lockten mich nicht, an Bord zu bleiben, anstelle der Sonne schauerte es ab und zu. Ich fuhr mit dem Bus zusammen mit einem brasilianischen Ehepaar, welches ein paar Boote von uns entfernt am Steg liegt, in den sonnigen Süden von Gran Canaria.😎
Funfact: Wieder zurück auf dem Boot, erzählte ich Ralf, wie das Pärchen heißt. Er bemerkte ganz erstaunt: „Mensch, den Mann, den kenn ich! Wenn sein Name „Isreal“ ist und er aus Brasilien kommt, dann hab ich ihn im November 2024 hier im Hafen Las Palmas kennengelernt! - Wir lagen im Vorhafen vor Anker ganz nah beinander. Er kam rüber und bat mich, ihm beim Anlegen in der Marina zu helfen, da seine Frau bereits nach Hause geflogen sei. Dabei sagte mir er seinen Namen und erwähnte, dass die Vorfahren seiner Frau aus Deutschland kämen.😎“ Nun ist Ralf also seit Mitte Januar hier, liegt quasi mit dem „bekannten“ Skipper von November 2024 gegenüber am Steg, ich komme Mitte Februar - geh einmal einen Nachmittag mit ihm und seiner Frau spazieren, und schon merken die beiden Männer, dass sie sich kennen 🫢🤭😂!!! Und notabene: Das brasilianische Ehepaar hat wie wir eine „Hallberg Rassy 42“, allein schon das ist ein Merkmal, welches eigentlich im Bewusstsein der Skipper hätte bleiben können…. Eigentlich…….🥺😎😂
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵️
Liebe Freunde und Begleiter
Timing ist alles… genauso könnte die Überschrift zu Ralf‘s Teak-Arbeiten an Bord und das Wetter lauten. Bis zum letzten Tag, wo er trockenes Wetter benötigte, schien die Sonne 😎. Just am nächsten Tag gab es einige richtig heftige Regenschauer.
Danach folgte eine heftige Schlechtwetter Front mit sehr viel Wind.
Wenn mir jemand Anfang Februar vor der Abreise folgendes gesagt hätte, ich hätte es bezweifelt😖. Zur Zeit ist es tatsächlich so, dass mein Strick Rollkragen Pulli und der dicke gestickte Schal mein tägliches Outfit sind hier an Bord, neben der langen Hose und Wollsocken. - Bei höchstens 17 Grad Tagestemperatur begleitet mit meistens kaltem Wind 🥶🌬️
In Deutschland scheinen derweil die ersten freundlichen Frühlingssonnenstrahlen🫣🌞Toll, genießt es!😎
Ich bin froh, hier im Hafen von Las Palmas zu liegen, Ralf freut sich, nun Gelegenheit zu haben, diverse Sachen an Bord wieder instand zu stellen und erneuern zu können. 💪
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵
Liebe Freunde und Begleiter
Vielleicht habt Ihr das auch schon erlebt, es gibt Momente, da denkt man, „wäre ich doch bloß mein Hund“ oder so ähnlich…..
So ist es Ralf passiert. Bei den Vorbereitungen für die Teak-Boden Arbeiten zog er mit der Winsch das Dinghi hoch, welches am Bugboden der Sola gelagert ist. Plötzlich knallte es… was war passiert? Irgendwie hat sich das Dinghi unter dem Rand der leicht geöffneten Badezimmer Luke verhakt. Mit der Kraftanstrengung, welche Ralf über die Winsch hatte, kam es zum Bruch der Luke! 🤢 Zum Glück ist es eine ganz normale Lukengröße. Hier im Seglerzubehörladen der Marina konnte Ralf sofort eine neue Luke kaufen. Alle anderen Luken auf der Sola haben Sondergrößen, speziell für die Boote von Hallberg Rassy. Ihr ahnt es: Sondergrößen haben Sonderpreise! 💶😏 Mit anderen Worten „Glück im Unglück“ 🥳
Damit Ralf seine Handgelenke schonen kann, entschloss er sich, dem Berry wieder mal die Haare zu schneiden. Während der Wintermonaten in Deutschland, war das lange Fell für ihn vorteilhaft. Hier, bei Temperaturen um 20 Grad, fand Ralf, er könnte endlich wieder als Hundefriseur aktiv werden. Berry hat die Prozedur gut über sich ergehen lassen und ist nun sichtlich erleichtert.🐶
Ansonsten erleben wir nicht viel Neues. Ralf ist sehr fleißig mit der Teak-Deck Reparatur, es ist eine langwierige Angelegenheit. 🥺 Zum Glück spielt das Wetter mit. 👍 Es sollte trocken sein, aber nicht zu heiß 😂 so quasi „wünsch Dir das für Dich passende Wetter“ 🤭
Unter Impressionen findet Ihr ein paar Bilder von den Bodenarbeiten. 💪
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵️
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Nun sind wir wieder an Bord der Sola. Ralf seit Mitte Januar. Berry und ich flogen am 11. Februar nach. Die Ankunft war verbunden mit bangen herzzerreißenden Minuten. Am Flughafen Las Palmas holte ich den Aufgabekoffer vom Rollband, da es ein kleiner Flughafen ist, ging das relativ flott. Ralf wartete im Ankunftsbereich um das Gepäck entgegenzunehmen. Leider war beim Sondergepäck-Rollband die Box mit Berry nicht da…..auch nach langen Minuten des Wartens kam er nicht. Nur ein paar einzelne Kinderbuggy‘s zeigten mir, dass die Sondergepäck-Abgabe funktionierte. Auf meine Nachfrage beim Info Schalter antwortete der Angestellte, es gäbe noch ein anderes Sondergepäck-Rollband, vielleicht wäre die Hundebox versehentlich da gelandet. Leider nicht.😢 Ich wurde zunehmend beunruhigter….hoffentlich wurde Berry mit der Box nicht in Amsterdam zurück gelassen🥺.
Am Info Schalter wurde ich nun zum Schalter „Lost luggage“ verwiesen. 😢 Da konnten die Angestellten Berry’s Box im PC nicht als „angekommen“ finden. Meine Gefühlslage war gar nicht berauschend. Ein Mitarbeiter kam nun mit mir, um die gesamten Rollbänder zu checken. Vergeblich. Als Nächstes bat er seinen Chef telefonisch, zum Flugzeug zu fahren um im Frachtraum Berry’s Box zu suchen. Nach 10 Minuten kam der erleichternde Anruf, die Box sei einfach im Flugzeug vergessen worden😢. Glücklich haben wir dann Berry nach rund 9 Stunden Aufenthalt in seiner Box in Empfang nehmen können! Er saß da ganz entspannt. 🐶🍀🥳
Die nächsten Wochen werden wir erstmal hier im Hafen Las Palmas bleiben. Ralf hat das Projekt „Teakdeck bearbeiten“ gestartet.
Jeder gute Handwerker braucht bekanntlich einen „Handlanger“, 😂 d.h. wenn Arbeitsmaterial benötigt wird, suche ich den entsprechenden Einkaufsladen hier in Las Palmas (ein Hoch auf Google Maps und meine noch ausbaufähigen Spanisch- Kenntnisse) um das benötigte Material, natürlich zu Fuß, zu besorgen. So tu ich was für meine Fitness.🏃♀️. Ansonsten geh ich oft mit Berry spazieren, die Sonne lädt dazu ein 😎.
Mit bestem Dank für‘s Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia⛵️
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Wegen des für die Nacht angekündigten Südwindes verlegten wir uns aus der Ankerbucht Pasito Blanco, südlich Gran Canarias gelegen, in die 5 NM entfernte Ankerbucht vor „Playa del Inglés“. Diesen schönen und zugleich einsamen Ankerplatz verließen wir am folgenden Morgen um 7:00 Uhr bei Sonnenaufgang. Wie prognostiziert, hatte der Wind in der Nacht weiter auf Süd/West gedreht und auf 25 Knoten (ca. 5 Bft) zugelegt. Weiter draußen blies es dann mit bis zu 40 Knoten (ca. 8 Bft. = Sturmstärke). Zum Glück waren die Wellen nur bis zu 2 Meter hoch und kamen von hinten. Das machte die Fahrt sehr schnell und auch für mich überraschend angenehm😉. 2 Stunden vor unserer Ankunft in Las Palmas kamen wir in die Windabdeckung der Berge und der Wind war plötzlich weg 🤢. Wir nahmen den Motor zu Hilfe und hatten eine 1/4 Stunde später den Wind sogar bis zum Ankerfeld von Las Palmas gegen uns. ⚓️ Der Grund hierfür liegt wiederum in den Bergen. Sie lenken, in Abhängigkeit ihrer jeweiligen Topographie, die Winde in unterschiedliche Richtungen um und beschleunigen sie teils extrem. Dies ist auf den Kanaren besonders ausgeprägt, was dieses Seegebiet, wie schon einmal zuvor beschrieben, recht anspruchsvoll machen kann.
Regelmäßige Leser unserer Homepage werden sich vielleicht erinnern, dass wir letztes Jahr am 11. November hier angekommen sind. Nun warten wir hier im Ankerfeld vor der Marina auf einen freien Liegeplatz für die Sola. Letztes Jahr wurden die Hafenplätze zum Ende November freigegeben, nachdem der Start der ca. 300 Boote, die mit der „ARC“ (Atlantic Rallye for Cruisers) in die Karibik fuhren, erfolgte. Wir nehmen an, dass es dieses Jahr nach dem 24. November soweit sein wird.
Hier in Las Palmas erlebten wir übrigens zum ersten Mal wieder länger anhaltenden Regen. Die Temperaturen bleiben jedoch tagsüber bei angenehmen 20 bis 22 Grad 😎, nachts wird es dann mit 15 Grad doch etwas frischer 🥶.
Wir werden nun für die kommenden 2 Monate nach Hause fahren, um im Kreise unserer Familie 🥰die Feiertage zu verbringen. 🎄
Die Homepage Einträge werden in der Zeit pausieren, um im Frühjahr 2026 wie gewohnt weitergeführt zu werden.
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Wie versprochen, hier der Bericht über die Fahrt von La Gomera nach Gran Canaria.
Los ging es um Mitternacht, die 4 Stunden bis zur südlichen Spitze von Tenriffa waren angenehm. Von da an waren die Bedingungen "Wind gegen Strom" was die Fahrt ungemütlich machte und verlangsamte. Erst ca. 5 Meilen vor dem Ziel kamen wir in die Windabdeckung, somit wurde die Fahrt auch angenehmer. Nach 15 Stunden Fahrt legten wir im Hafen von "Puerto Rico" de Gran Canaria an. Die Hafenanlage ist umgeben von vielen Hotels. Unseren Aufenthalt genossen wir mit alltäglichem Schwimmen in der Badebucht und schönen Spaziergängen.
Am Freitag sind wir zum nächsten Hafen „Pasito Blanco“ westlich von Maspalomas gefahren. Der Hafen ist umgeben von wunderschönen kleinen Ferienhäusern, deren doch wohl eher wohlhabenderen Besitzer hier die kalten mitteleuropäischen Herbst- und Wintermonate verbringen. Außer einem kleinen „Spar“ Einkaufsgeschäft gibt es vor Ort keine weiteren Möglichkeiten sich zu versorgen. In unmittelbarer Nähe zum Hafen liegt ein sehr schöner Sandstrand an dem wir täglich baden gingen. Dessen Sand ist zur Abwechslung mal nicht schwarz, sondern eher „Sandfarben“ und sehr sehr feinkörnig.
Da der Hafen ab Montag ausgebucht ist, verlegten wir uns mit der Sola in die dem Hafen vorgelagerte Ankerbucht. Das letzte Mal ankerten wir Anfang September im Süden von Fuerteventura. Uns beiden gefällt das vor Anker liegen sehr gut.⚓️ Hat man doch zu den anderen Booten in der Regel 30 - 40 Meter Abstand und liegt damit nicht so wie im Hafen Seite an Seite zu den Anderen.
In den südeuropäischen Häfen gibt es vielfach keine Stege, die die Boote trennen, sondern man macht an „Muring-Leinen“ fest. In Normalfall legt man dabei rückwärts am Ponton an, um danach mit Hilfe zweier Muring-Leinen, die an Betonklötzen am Grund befestigt sind, den Bug des Bootes zu befestigen.
An Land kommt man über den Heckausstieg des Bootes und liegt so, wie oben beschrieben, sehr eng zu den jeweiligen Nachbarbooten. In unserem Fall lag im Hafen Pasito Blanco ein 2 Etagen hohes Motorboot neben uns, was unsere Sicht deutlich einschränkte😏.
Mitte dieser Woche sollen sich im Zuge eines Tiefs hier eher untypische südwestliche Winde einstellen. Mit diesen Winden könnten wir bequem den südlichsten Punkt von Gran Canaria passieren um danach Las Palmas anzusteuern.
Bis dahin bleiben wir hier, genießen unsere wieder gewonnene Panoramasicht😎, sowie die weiterhin sonnigen und warmen Tage.
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵️
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Wir hatten geplant, während des Aufenthalts auf La Gomera nochmals die eine oder andere Fahrt mit den Guaguas 🚌 zu unternehmen.
Beim wöchentlichen Großputz ist dem Skipper allerdings eine große Abdeckplane, die sich ganz vorn in den Tiefen des Bugbereiches verbarg, „in die Hände gefallen“. Weil es hier (Überraschung (!) 😉) sehr sonnig ist, suchten wir schon oft nach Möglichkeiten zum Abschatten des Cockpits. Da kam die Plane gerade recht! Nach diversen Überlegungen brachten wir sie auf dem Segelbaum an und konnten sie so an der Reling befestigen, um von nun an gut sonnengeschützt im Cockpit sitzen zu können. Es fühlt sich an, wie in einem Zelt zu sitzen, ist aber angenehm kühl und wenn man die Schattenseite der Plane hochklappt, ist es auch nicht so beengend. Somit bekommt der Satz „Segeln ist wie Camping auf dem Wasser“ wohl seine Berechtigung. 😎
Um das Ganze luftiger zu machen, entschieden wir uns, die 7 Meter lange Plane beidseitig mit Hilfe eines längsseitig daran zu befestigen Taus nach oben zu ziehen.
Dafür wurde an jeder Seite eine 7 cm breite Stoffbahn angenäht, daran hatte der Skipper zuvor jeweils 40 Laschen genäht, durch die nun das Tau geführt wird. So wird‘s luftiger und das Tuch ist auch gegen Durchscheuern geschützt.
Das hört sich nach einer Tages erfüllenden Aktion an, die es auch war! Allein schon die Laschen an die Stoffbahnen zu nähen…🤓 Ein Hoch auf die Kiste mit den Stoffresten, welche der Skipper in einem der Schränke mitgeführt hat👍. Dann die Bahnen an das Zelt annähen… das gelang uns nur im Team. Ralf saß an der Nähmaschine umgeben vom 7 Meter langen und 8 Meter breiten Zelt Stoff, ich führte den Stoff von der anderen Seite. So gelang es uns, die Laschenbänder an der richtigen Stelle anzunähen.🥳
Weil die Nähmaschine gerade ausgeräumt war, ersetzten wir am folgenden Tag den reparaturbedürftigen Reißverschluss am Bimini. Auch die Arbeit haben wir im Team gemacht. Ich habe den alten rausgetrennt, Ralf den neuen eingenäht🧵😂.
Die Woche verflog schnell, am Sonntag haben wir die 75 NM Fahrt nach Gran Canaria angetreten. Wie die Fahrt war, und alles Weitere schreiben wir nächste Woche.
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵️
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Nachdem wir 2 Wochen auf der sehr einsamen Insel El Hierro verbracht haben, entschieden wir uns die Rückfahrt anzutreten. Die Wetterlage am Sonntag erschien uns ideal, es wurde ein leichter Süd-West Wind vorausgesagt. An dem Wochenende, an dem das Orkantief den Norden Europas erreichte. 💨
Im Vorfeld erfragten wir per Mail im Hafen von Santa Cruz de Teneriffa einen Liegeplatz. Leider erhielten wir eine Absage , da der komplette Hafen belegt sei. Voll ist es im Moment in nahezu allen Häfen der Gegend, da sich zur Zeit mehr als 600 (!) zusätzliche Boote auf den Kanaren aufhalten. Die Boote kommen dabei überwiegend aus den nord- und mitteleuropäischen Ländern und werden in den kommenden Wochen ihre Fahrt über den Atlantik antreten. Dann wird es hier auch wieder leerer. 😉
Auf eine weitere Anfrage beim Hafen San Sebastián de La Gomera erhielten wir dann zum Glück eine positiv Antwort.👍
Unsere Ankunft, nach 9 Stunden „Kaffeefahrt Segeln“ unter Maschine, - wir hatten nur „satte“ 5 Knoten Wind in Böen 🤢 - empfanden wir als Ankunft in einer anderen Welt. Der Hafen ist rd. 300 Meter von der Stadt entfernt. Überall gibt es kleine Restaurants, gute Einkaufsmöglichkeiten und eben die Bushaltestellen direkt hier im Hafen.
Also willkommen zurück aus dem „Nirgendwo“, in ein für uns eher gewohntes „Alltagsleben“.
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵️
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Da die Windprognose für die kommenden Tage sehr schwachen Wind voraussagte, entschieden wir uns, ohne Anker-stopp nach El Hierro zu fahren. Bei angenehmen 15 Knoten Wind aus NW erreichten wir den Hafen de la Estaca bei Valverde nach insgesamt 9 Stunden Fahrt.
Mit 80 Liegeplätzen ist der Hafen der Kleinste auf den Kanaren, den wir bis jetzt besucht haben. Im Voraus reservieren muss man dort nicht, es gibt immer genügend freie Plätze👍🏽. Die Marina selbst wird von der „Policia Portuaria“ verwaltet, allerdings sind die Herren nur zeitweise anwesend. Der Skipper sucht sich somit selbst einen freien Liegeplatz und wartet darauf, dass mal ein Offizieller im Büro anzutreffen ist um das Boot und die Crew anzumelden. Die Hafenanlagen sind gerade mal drei Jahre alt und sind in einem guten Zustand, hoffentlich bleibt das auch weiterhin so.
Wie der Hafen, ist auch die ganze Insel - gerade mal 270 km2 groß - total entspannt. Sie beheimatet knapp 12.000 Einwohner und bietet sehr viele Sehenswürdigkeiten. Der sonst übliche Tourismus ist auch nur sehr gering ausgeprägt, was sehr angenehm ist.
Zusammen mit der befreundeten Crew der Mahuida IV mieteten wir für 7 Tage ein Auto um die Insel zu erkunden. So besuchten wir in u.a. den südlichsten Punkt von Europa, La Restinga, den höchsten 1.501 Meter hohen Berg, Pico de Malpaso, (einschließlich einer zweistündigen Wanderung), sowie das beeindruckende Freilichtmuseum Guinea.
Auch die Unterwasserwelt ist sehr abwechslungsreich und lädt zu täglichen Tauch-/Schnorchelausflügen ein. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass die Zeit für uns wie im Flug verging.
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵️
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Wie letzte Woche geschrieben, gefällt uns die Vulkaninsel La Gomera außerordentlich gut. Da für unseren geplanten Abfahrtstag mal wieder um die 30 Knoten Wind angesagt waren, entschieden wir uns, noch eine Woche länger in der Marina von San Sebastián zu bleiben. Neben all den Tätigkeiten, die an Bord zu erledigen sind, genossen wir das tägliche Schwimmen und Schnorcheln am nahe gelegenen Strand. Die Lufttemperaturen liegen tagsüber bei 25 Grad, das Wasser bei angenehmen 22 Grad. Auch der in einer kubanischen (!) Bar obligatorische „Barraquito espezial“ (Kaffeespezialität mit Kondensmilch, Kaffee, Milchschaum, Zimt, Zitronen Zeste und 43er Likör) schmeckte nach dem Schwimmen immer wieder vorzüglich. 😋
Da das Wetterfenster am Sonntag für die geplante Weiterfahrt nach El Hierro günstig war, entschieden wir uns, früh morgens loszufahren. Ob wir, wie geplant, einen mehrtägigen Anker-stopp in der Bucht von Valle Gran Rey einlegen konnten, werden wir im nächsten Bericht schreiben.⚓️
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Nach dem einwöchigen Aufenthalt in der Amarilla Marina segelten wir wieder zurück zu der für uns bisher schönsten Insel des Archipels, nach La Gomera. Da die Vorhersage wieder stark auffrischende Winde vor der Küste von La Gomera prognostizierte, legten wir unseren Start auf 06:00 Uhr.
Nach der Rundung der Südspitze Teneriffas begegnete uns eine Schule von ca. 15 Pilotwalen, die auch Grindwale genannt werden. Entspannt vor sich hindösend schwammen sie neben der Sola, ab und zu hörten wir sie pusten und pfeifen. Die halbe Stunde, in welcher wir uns inmitten der friedlichen Walfamilie treiben ließen, war ein sehr eindrückliches Erlebnis für uns.🐟🥳 Einmal sah Ralf eine Walkuh mit ihrem ganz eng an ihrer Seite schwimmenden Jungtier. 🥰
Auf La Gomera war wieder Bordalltag angesagt. Dazu gehört wie in jedem Haushalt Wäsche waschen, Brot backen (Abwechslung zum gekauften Baguette kommt immer gut an), etc. Daneben hatte der Skipper u.a. das in die Jahre gekommene Teak-Deck zu überarbeiten. 💪
Wie auch beim letzten Aufenthalt erkundeten wir die Insel einmal mehr mit den Guaguas. 🚌
Hier gibt es viele verschiedene sehenswerte Örtchen, die einen Besuch wert sind. So staunten wir auf den Busfahrten immer wieder, wie abwechslungsreich diese kleine Insel doch ist. Zum einen die teils schroffen, bis über 1.400 Meter hohen Berge. Sie erinnern uns sehr an die Alpen und ziehen dabei viele begeisterte Wanderer an. Leider haben wir beide für diese Betätigung nicht die richtigen Schuhe dabei. Was wohl auch des Skippers Credo zu verdanken ist, wonach ein Seemann kein Wandersmann😏 sei.
Neben den bergigen Regionen gibt es die kleinen ursprünglichen Hafendörfchen. Auch dort ist weit und breit nichts vom sonst überbordenden Tourismus der anderen kanarischen Inseln zu sehen ist. Einfach herrlich🤩.
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵️
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Um einen wichtigen Termin in Puerto de la Cruz wahrzunehmen, segelten wir am vergangenen Sonntag von San Sebastián nach Teneriffa. Diesmal war der Hafen unserer Wahl die „Amarilla & Golf Marina“ im Süden der Insel, 25 NM von La Gomera entfernt. Die Überfahrt war wie erwartet, erst ziemlich windig. Nach einer Stunde ließ der Wind dann sukzessive nach, so dass wir mit Unterstützung des Motors am Ziel ankamen. Was uns an der Gegend hier sehr erstaunt, ist, dass in der sehr trockenen Gegend ein Golfplatz nach dem anderen existiert und darüber hinaus noch weitere angelegt werden😣. Was für ein ökologischer Blödsinn, bedenkt man doch, dass das gesamte Süßwasser der Insel über dieselbetriebene Umkehrosmose Anlagen erzeugt werden muss.
Mit einem Mietwagen konnten wir wieder mal die Lebensmittelvorräte aufstocken. An Bord gab es erneut einige Reparatur Arbeiten zu erledigen - irgendwas ist ja immer! - Ralf freute sich, die dafür benötigten Materialien im nahegelegenen Baumarkt einkaufen zu können. Teneriffa bietet halt deutlich mehr Einkaufsmöglichkeiten als La Gomera.
Mit einem Mietwagen besuchten wir auch das pittoreske Hafenstädtchen „Garachico“ im Nordwesten der Insel. Der Ort wurde vor ca. 500 Jahren von italienischen Kaufleuten zu einem beliebten Handelsplatz entwickelt. Von dort aus wurden örtlich angebaute Weine sowie Zuckerrohr nach England, Holland und Amerika verschifft.
Heute existiert in Garachico ein zwischen Lavaklippen eingerichtetes Schwimmbad, welches viele Touristen anzieht.
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵
Hallo liebe Freunde und Begleiter
Von Santa Cruz de Tenerife legten wir morgens früh um 06:00 Uhr (nicht meine favorisierte Uhrzeit) ab, um die 50 NM lange Fahrt nach Gomera anzutreten. Entlang der südöstlichen Seite der Insel wehte ein angenehmer Wind, welcher an der Südspitze komplett nachließ. Die letzte Stunde vor Gomera wehte er dann wieder mit bis zu 35 Knoten (Sturmstärke😢) aus nördlicher Richtung, begleitet von 3 Meter hohen Wellen. In dieser Phase lag die Sola ab und an mit der Backbord Seite bis zum Süllrand komplett im Wasser, was absolut nicht zu meiner Belustigung beitrug! Beim Skipper hielt sich der Spaß auch sehr in Grenzen.😰
Nun kann man sich fragen, warum wir bei derartigen Bedingungen überhaupt fahren. Auf den Kanaren kommt es, insbesondere im Sommer, zwischen den Inseln zu einer teils extremen Verstärkung der vorherrschenden Winde. Die Gebirge der jeweiligen Inseln fungieren dabei für den Wind quasi als Flaschenhals. Der Wind muss sich also zwischen den Gebirgen „durchquetschen“ und wird dabei entsprechend stark beschleunigt.
Dabei kommt ein weiteres Phänomen hinzu. So kommt es nicht selten vor, dass z. B. auf der einen Seite einer Insel quasi windstill ist (Leeseite), während der Wind nur 10 NM weiter in Sturmstärke pfeift. 🌊🤢. Die Kanaren sind also aus Sicht eines Seglers nicht zu unterschätzen!
Als wir dann nach 11 Stunden Fahrt gut im schönen und ruhigen Hafen von San Sebastián de La Gomera ankamen, waren wir beide froh den Törn gut überstanden zu haben. (Keine zwei Meilen vorher hatte es noch in Sturmstärke gepfiffen😱).
Wir verbrachten die ersten Tage mit Malerarbeiten, Wäsche waschen und weiteren Instandhaltungsarbeiten, die so im Laufe der Zeit an Bord anfallen. Zudem genossen wir jeden Tag ein Bad im Meer, diesmal am schwarzen Sand- und Kieselstein Strand, direkt neben der Marina.
Während unseres einwöchigen Aufenthalts unternahmen wir an zwei Tagen mit dem örtlichen Bus, genannt „Guagua“, schöne Touren. Der Weg führte uns dabei über teils sehr enge Passstraßen, die nichts für schwache Nerven sind, quer über die Insel!
Es fühlte sich teils so an, als ob wir gerade in den Alpen wären. Ok, die Vegetation erinnerte uns daran, dass wir doch sehr viel weiter südlich sind. Auf der Insel Gomera wachsen im Landesinneren Palmen, Farne und Lorbeerwälder, nebst ganz kargen Felsen. Es ist toll, wie viele Eindrücke wir von diesen Fahrten mitgenommen haben! Unter Impressionen lll haben wir einige Bilder hinterlegt.
Mit bestem Dank fürs Begleiten und einem freundlichen Ahoi die Crew der Sola Gracia ⛵️
Der Weg des Windes zwischen den Inseln. Ein Auszug von der "Windy-App"
In roter - lila Farbe ist Starkwind ab 30 Knoten.
In grüner Farbe um die 20 Knoten Wind.